Plastikfreier Einkauf

Ein gutes Gewissen – auch im Hotel ein sanftes Ruhekissen

Köln – Als erstes Hotel in der Region bietet das Palais-Hotel Humboldt 1 ein Frühstücksbuffet, das sich strikt an der Vermeidung von Plastikmüll  orientiert.

Anja Schreiber, Inhaberin des Boutique-Hotels , hat jede Art von Kunststoff- und Einwegverpackungen aus ihrer Hotelküche verbannt. Alarmiert von der WISO-Sendung  „Plastikmüll: Der Weg ins Meer“ vom 4. Juli 2016 nahm sie eine Bestandsaufnahme vor. Das Resultat war bedenklich, insbesondere weil sie seit jeher einem umwelt- und gesundheitsbewussten Lebensstil größten Wert beigemessen hatte.
Ob Wurst oder Käse, Kaffee oder Tee – alles kam auf den Prüfstand, und für  jedes noch so kleine Stückchen Folie wurde nach einer Alternative gesucht. Anja Schreiber wurde fündig, mal im Bioladen, im Feinkostladen, mal auf dem Wochenmarkt, in einer Saftkelterei oder beim Weinhändler, der auch Müsli und Trockenfrüchte lose verkauft. Sogar eine Alternative zu den scheinbar unvermeidlichen Kaffeekapseln wurde aufgetan. So gibt es neben handgebrühtem Kaffee  auch weiterhin Espresso und Co.
Der Aufwand beim Einkaufen ist dadurch natürlich immens gestiegen: Ohne Frischhalteverpackungen ist eine Vorratshaltung praktisch nicht möglich. Anja Schreiber muss wesentlich öfter und deutlich mehr verschiedene Versorger als früher ansteuern. „Als gute Gastgeberin ist es für mich selbstverständlich, nicht nur hohe Ansprüche an die Ausstattung und den Komfort zu erfüllen, sondern mich auch um das sogenannte grüne Gewissen unserer Gäste zu kümmern“, erklärt sie. „Und auch, wenn wir jetzt einigen Stammästen nicht mehr ihr Lieblingsmüsli oder den favorisierten Frischkäse anbieten können, sind wir überzeugt, dass sie das nicht nur verstehen, sondern auch begrüßen werden.“
Unterkünfte, die den Besuchern von Köln und Umgebung mit jedem erdenklichen Luxus aufwarten, gibt es in ausreichendem Maße. Frau Schreiber hat jedoch das Ziel,  das Design-Hotel auch in ökologischer Hinsicht zu einer Topadresse zu machen. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat sie soeben getan.
Schöner Nebeneffekt: Auch Freunde und Bekannte konnte sie schon für plastikfreies Einkaufen begeistern.